Sexualstrafrecht: diskrete Verteidigung in Berlin

Ein Vorwurf aus dem Sexualstrafrecht kann Existenzen zerstören – oft lange bevor ein Gericht entschieden hat. Fachanwalt Florian Beisenbusch verteidigt Sie mit Erfahrung, Sensibilität und absoluter Diskretion.

Das Sexualstrafrecht schützt die sexuelle Selbstbestimmung. Die Vorschriften stehen vor allem in den §§ 174 bis 184l des Strafgesetzbuchs. Die Bandbreite reicht von sexueller Belästigung bis zu schweren sexuellen Übergriffen.

Typische Vorwürfe im Sexualstrafrecht

  • Sexueller Missbrauch von Kindern (§§ 176 ff. StGB): jede sexuelle Handlung an oder vor einem Kind unter 14 Jahren, unabhängig von einem vermeintlichen Einverständnis.
  • Sexueller Missbrauch von Jugendlichen (§ 182 StGB): etwa durch Ausnutzen einer Zwangslage bei Personen unter 18 Jahren.
  • Sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung (§ 177 StGB): sexuelle Handlungen gegen den erkennbaren Willen einer Person („Nein heißt Nein“).
  • Sexuelle Belästigung (§ 184i StGB): körperliche Berührungen in sexuell bestimmter Weise, die die betroffene Person belästigen.
  • Kinder- und jugendpornografische Inhalte (§§ 184b, 184c StGB): Besitz, Erwerb, Verbreitung oder Herstellung – häufig ausgelöst durch Hinweise aus den USA (NCMEC-Meldungen).
  • Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen (§ 174 StGB): sexuelle Handlungen in Betreuungs-, Erziehungs- oder Abhängigkeitsverhältnissen.
  • Zwangsprostitution (§ 232a StGB): Veranlassen einer Person zur Prostitution unter Ausnutzung einer Zwangslage.

Welche Konsequenzen drohen?

Die Strafen im Sexualstrafrecht sind hoch. Für Vergewaltigung sieht § 177 StGB eine Mindeststrafe von zwei Jahren vor, für den Besitz kinderpornografischer Inhalte § 184b StGB mindestens drei Monate Freiheitsstrafe. Hinzu kommen Nebenfolgen, die oft schwerer wiegen als die Strafe selbst: Einträge im erweiterten Führungszeugnis, berufsrechtliche Konsequenzen, Verlust des Arbeitsplatzes und soziale Ächtung.

Verteidigung im Sexualstrafrecht

Verfahren in diesem Bereich sind oft durch schwierige Beweisfragen geprägt: Häufig steht Aussage gegen Aussage, und die Glaubhaftigkeit der Belastungszeugin oder des Belastungszeugen entscheidet über den Ausgang. Die Verteidigung erfordert deshalb Erfahrung mit aussagepsychologischen Gutachten, mit der Auswertung digitaler Beweismittel und mit der Befragung von Zeugen in der Hauptverhandlung.

Eine frühzeitige Verteidigung ist entscheidend – idealerweise bevor Sie sich gegenüber Polizei, Arbeitgeber oder Familie zu den Vorwürfen äußern. Florian Beisenbusch verfügt als Fachanwalt für Strafrecht über langjährige Erfahrung in sexualstrafrechtlichen Verfahren und verteidigt Sie engagiert und diskret – im Ermittlungsverfahren, in der Hauptverhandlung und in Haftfragen.

Diskretion ist selbstverständlich Alles, was Sie uns anvertrauen, unterliegt der anwaltlichen Schweigepflicht. Auf Wunsch kommunizieren wir ausschließlich über einen Kanal Ihrer Wahl.

Häufige Fragen

Bei mir wurde wegen kinderpornografischer Inhalte durchsucht. Was nun?

Machen Sie keine Angaben zur Sache, auch nicht „zur Erklärung“. Lassen Sie uns zunächst Akteneinsicht nehmen und die Auswertung der Datenträger abwarten. Seit 2024 ist der Besitz wieder als Vergehen eingestuft, wodurch sich die Spielräume der Verteidigung – bis hin zur Einstellung – deutlich verbessert haben.

Was tun, wenn Aussage gegen Aussage steht?

Dann prüft das Gericht die Glaubhaftigkeit der Aussage besonders sorgfältig. Die Verteidigung achtet auf Entstehung, Konstanz und Detailreichtum der Aussage und beantragt gegebenenfalls ein aussagepsychologisches Gutachten. Eigene Erklärungen des Beschuldigten sollten nur nach genauer Kenntnis der Akte erfolgen.

Verfasst von Florian Beisenbusch, Fachanwalt für Strafrecht und Fachanwalt für Verkehrsrecht in Berlin-Moabit. Die Informationen ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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